Deutsche-kaiserreich.de ist hier nicht mehr verfügbar. Bitte versuchen Sie es mit deutsche-schutzgebiete.de.

 

Das Deutsche Kaiserreich

Das Gebiet, das wir heute als Deutschland kennen, bestand lange Zeit aus zum Teil verbündeten, zum Teil verfeindeten Kleinstaaten. Ab 1871 schlossen sich diese Kleinstaaten unter Kaiser Wilhelm I. zum Deutschen Reich zusammen, das neben der heutigen Bundesrepublik Deutschland weitere Gebiete umfasste. 1888 wurde zuerst Friedrich III. und später Wilhelm II zum Kaiser gekrönt. Letzterer sollte auch bis 1918, dem Ende des Ersten Weltkriegs, an der Macht bleiben, doch dann verabschiedete sich das Deutsche Reich von der Monarchie. Das Deutsche Reich sollte zwar noch bis nach Ende des Zweiten Weltkriegs weiterbestehen, allerdings erst als Republik, dann als Diktatur und schlussendlich als Besatzungsgebiet.

Der Begriff "Deutsche Kaiserreich"

Um die unterschiedlichen Epochen des Deutschen Reiches klar zu unterscheiden, spricht man heute, wenn man das Deutsche Reich während der Zeit zwischen 1871 und 1918 meint, vom Deutschen Kaiserreich. Dies war zwar zu keiner Zeit die offizielle Staatsbezeichnung, doch der Begriff hat sich heute sowohl in der Wissenschaft als auch in der Alltagssprache durchgesetzt. Seit 1923 ebenfalls verbreitet ist die Bezeichnung Zweites Reich, das eine Rechtsnachfolge des Kaiserreichs zum Heiligen Römischem Reich Deutscher Nation andeutet. Dieser Status und somit auch die Bezeichnung sind allerdings umstritten, denn auch der Kaiser von Österreich sah sich als Rechtsnachfolger des Heiligen Römischen Reichs.

Das Kaiserreich und die deutschen Kolonien

Eng mit dem Deutschen Kaiserreich verbunden ist die Geschichte der deutschen Kolonien und Schutzgebiete. Anders als viele andere europäische Staaten besaß das Deutsche Reich anfänglich keine Kolonien, doch während der Kaiserzeit wurden diverse Überseegebiete dem Reich angeschlossen. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Kaiserzeit endete aber auch die deutsche Kolonialgeschichte.